
Liebe Leserinnen und Leser,
unsere Welt, so hat es den Anschein, ist derzeit in zwei Lager gespalten: Die einen treten für die Menschenwürde ein, gegen Rassismus, Sexismus und Gewalt. Und die anderen beschimpfen diese Leute als „woke“ und regen sich darüber auf, dass man „nichts mehr sagen darf“. Die Covid-19-Pandemie, der Ukraine-Krieg und der Krieg im Nahen Osten, also die großen Themen unserer Zeit, zeigen jedoch, dass es keine Freund-Feind-Linie geben kann. Sondern dass es den breiten Diskurs braucht. Denn Menschen, die die Maßnahmen der Regierung während der Pandemie kritisch sahen, sind nicht gleich Corona-Leugner. Leute, die das Vorgehen der israelischen Regierung verurteilen, sind nicht zugleich Nazis. Und Männer, die der Ansicht sind, dass das Gendern sich nicht als Instrument für Emanzipation eignet, sind nicht automatisch Frauenhasser.
Wir brauchen Gespräche und die Bereitschaft, die Argumente des Gegenübers zu hören und verstehen zu wollen. Stellen wir einander nicht in ein Eck voller Vorurteile, sondern diskutieren wir! Gehen wir aufeinander zu! Gelegenheit dazu gibt es in den kommenden Wochen zuhauf.
Von Begegnungen, die sein Leben veränderten, erzählt uns Lorenz Linsinger. Ein Porträt von ihm findet ihr auf den Seiten 6 und 7.
Wem werden wir auf unserer dritten Leserreise im Herbst begegnen? Nur wer mitkommt, wird es erfahren. Am besten meldet ihr euch gleich an, die Details findet ihr auf den Seiten 8 und 9. Wir freuen uns auf euch!
Auch unsere Redakteurin Viktoria hat eine Reise unternommen, und was sie dabei erlebt hat, schildert sie auf unterhaltsame Weise auf den Seiten 10 und 11.
Das Leben ist nicht immer Reisen und Sonnenschein, deshalb bietet das Mädchen- + Frauen-Beratungszentrum Bezirk Kitzbühel persönliche Rechtsberatung an. Mehr dazu erfahrt ihr auf Seite 16.
Auf Seite 23 lest ihr von Michaela und ihren beiden Töchtern, alle drei haben sich dem Pflegeberuf verschrieben.
Nicht um den Beruf, sondern um Hobby und Freizeit geht es in Theresas Bericht über die Stockschützen auf Seite 50. Was Stöcke und Asphalt mit Eierschwammerln zu tun haben, erklärt sie dabei auch.
Wir wünschen euch viel Freude beim Blättern und Lesen, genießt einen Sommer mit viele neuen Begegnungen, eure
Doris Martinz
Chefredakteurin
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