Der VST Kitzbühel unterstützte die Familie Buchauer bei der Anschaffung eines Fahrzeugs, das Angelinas besonderen Bedürfnissen entspricht.

Wir waren schon bei der Oma in Reith im Alpbachtal“, erzählt Angelinas Mutter Elisabeth Buchauer mit strahlendem Blick. Was für andere, „normale“ Familien ganz selbstverständlich ist, ist für die Familie Buchauer aus Mariastein eine große Sache. Denn Angelina erlitt schon als Baby erste schwere epileptische Anfälle, die ihr Gehirn nachhaltig schädigten. Sie lebt heute mit massiven körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, ist auf eine 24-Stunden-Betreuung angewiesen und kann in keiner Einrichtung versorgt werden. Die Eltern Elisabeth und Richard kümmern sich seit fast 20 Jahren daheim aufopfernd um ihre Tochter, Pflegefachkräfte unterstützen sie dabei stundenweise.
Angelina ist ein Palliativkind. Das bedeutet, dass Behandlungen nicht auf Heilung ausgerichtet sind, sondern darauf, ihr möglichst viel Lebensqualität zu verschaffen. Dazu gehört auch Mobilität. Der VST Kitzbühel griff der Familie nun bei der Anschaffung eines Autos unter die Arme, das Angelinas Bedürfnissen entspricht.

Vieles wird jetzt möglich

„Es ist einfach wunderbar“, freut sich Elisabeth, „das neue Auto läuft wesentlich ruhiger, da klappert und scheppert nichts. Und Angelina kommt ganz ruhig und entspannt am Ziel an.“ Früher sei das anders gewesen, Angelina habe während der Fahrt im Familienauto häufig medizinische Notfälle erlitten – an Ausfahrten sei kaum zu denken gewesen. Auch sei der Liegewagen, in dem Angelina mitfährt, im neuen Auto nun einfacher und leichter zu befestigen und transportieren. „Wir sind sehr dankbar, dass wir mit Hilf­e des VST Kitzbühel dieses neue Fahrzeug anschaffen konnten. Es wird vieles möglich machen, was bislang außerhalb unserer Reichweite lag.“
Zuerst aber einmal muss Mama Elisabeth nach Erschöpfungszuständen und einem operativen Eingriff selbst wieder zu Kräften kommen. 20 Jahre Pflege hinterlassen Spuren …
Als großes Ausflugsziel steht dann heuer noch die Alpaka­farm in Kramsach auf dem Programm. „Es hat uns schon einmal ein Bauer mit Alpakas daheim besucht, und Angelina hat unglaublich gut auf sie rea­giert. Deshalb sind wir sehr gespannt auf eine neuerliche Begegnung mit den Tieren“, freut sich Elisabeth. Inzwischen unternimmt die Familie kleinere Fahrten innerhalb des Orts und in die Nachbargemeinden und genießt es, dort mit Angelina die schönen Spazierwege zu erkunden. Mit Oma und Opa soll es dann später im Jahr auch einmal um den Reither Kogel im Alpbachtal gehen. „Das Auto schenkt uns ein Stück Normalität, wie sie auch andere Familien leben“, so Elisabeth. Sie schaut voll Zuversicht in die kommenden Monate. Niemand weiß, was sie bringen werden, die Familie –
Angelina hat zwei ältere Brüder – hat schon so vieles durchlebt. Aber jetzt ist das neue Auto da, und mit ihm auch die Vorfreude darauf, Angelina die Welt zu zeigen.

Doris Martinz

 

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