Der Opel Zafira 2.2 Turbodiesel bietet viel Raum und Komfort. Was man mit diesem Van tun kann? Fast alles.
Wow, ist der groß. Und lang. Und schwarz. Dunkel getönte Scheiben inklusive. Top secret – was im Zafira passiert, bleibt im Zafira, so meine ersten Gedanken, als mir Salvatore Mercuri bei Auto Sparer den aktuellen Testwagen zeigt. Als er mir den Schlüssel in die Hand drückt, kommt aber schnell Vertrautheit auf – es ist derselbe, mit dem ich in meinem Opel e-Mokka das ganze Jahr über unterwegs bin.
Als ich die Autotür öffne, nochmal ein Wow. Dieser Van bietet wirklich viel, sehr viel Platz. Ich greife ans Lenkrad und zögere beim Anblick des Trittbretts kurz. Linkes Bein zuerst, oder doch das rechte? Ich werde mir wohl nie merken, wie man mit einiger Anmut über das Trittbrett in ein Auto einsteigt. Ich plumpse in den Fahrersitz – und staune über den Raum, der sich mir eröffnet. Meine rechte Hand sucht den Ganghebel und greift ins Leere, die Wählhebel der Automatik-Schaltung des 8-Gang-Getriebes befindet sich vorne auf der Mittelkonsole. Die Hebel kenne ich auch von meinem Mokka. Aber sonst ist alles anders. Groß. Alleine in den Staufächern an den Seitentüren kann man so einiges verschwinden lassen, sie sind riesig.
Ich schaue über die rechte Schulter zurück zur dritten Reihe, unser Testmodell ist mit sieben Sitzen bestückt. Die Passagiere sind da hinten ganz schön weit weg. Wer nicht brav ist, darf hinten sitzen – ziemlich unbehelligt.
Zwischen den Sitzen in der zweiten Reihe befindet sich ein „Mittelteil“. Erst bei näherem Inspizieren entdecke ich, dass man das Teil aufklappen kann, es bietet dann zwei Flaschenhalter, und an den Seiten kann man kleine Tische ausfahren – wie im Flugzeug. Cool! In den bequemen Sitzen reist es sich aber viel entspannter – der Opel Zafira ist für die Langstrecke gebaut. Mal sehen, wie er sich fährt.
Ganz oben
Die Sitzposition ist schon einmal sensationell, weil richtig hoch. Da hat man wirklich alles im Blick. Schon jetzt fühle ich mich wie eine „Zafira“. Zafira ist ein arabischer weiblicher Vorname und bedeutet „die Erfolgreiche“ oder auch „die Siegreiche“. Ich kann mit beiden Deutungen gut leben, sie passen genau zur Sitzposition. Mit einem Tipp auf den Zündungsknopf springt der Wagen an, zu hören ist kaum etwas. Und das sage ich als empfindliche „Elektro-Fahrerin“. Instinktiv suche ich wieder nach dem nicht vorhandenen Schalthebel und muss mir seine Platzierung vorne an der Mittelkonsole ins Gedächtnis rufen. Aber dann geht es los. Zuerst ganz vorsichtig, denn der Wagen ist wirklich ungewohnt groß. Aber er reagiert fast wie ein PKW, so viel Unterschied ist da gar nicht. Als ich kräftig auf das Gaspedal steige, wird der moderne Dieselmotor kurz hörbar, der Zafira nimmt Fahrt auf. Nein, nicht wie ein Rennwagen. Aber dank 180 Pferdestärken doch recht zügig, und außerdem ist das Fahrgefühl ein sehr komfortables und feines. Man könnte fast vergessen, dass hinter der Fahrerin noch so viel Platz mitfährt. So viel Komfort hätte ich nicht erwartet. Dazu passt auch, dass sich die seitlichen Schiebetüren elektrisch öffnen, ganz elegant.
Kurz zum Cockpit und zum Infotainment-Screen: Beides ist selbsterklärend, ich benötige keine Einschulung. Super finde ich den Drehknopf für die Lautsprecher-Lautstärke. Die Klimaanlage wird unterhalb des Screens über Schalter geregelt, auch gut.
Viel Platz und Flexibilität
Was die Großraumlimousine Zafira ausmacht, ist natürlich das Platzangebot. Salvatore hat mir kurz gezeigt, dass man die Sitze in den hinteren Reihen nicht nur nach vorne und hinten schieben kann, sondern auch zur Seite drehen oder ganz umdrehen. So können die Passagiere in der zweiten und dritten Reihe zusammenschauen, plaudern oder miteinander spielen. Die Sitze kann man einzeln auch ganz rausnehmen, das geht ganz leicht, Salvatore machte es vor. Unser Testmodell ist mit einer Zweier-Bank ausgestattet, auch sie kann man rausnehmen oder umlegen.
Sind die Sitze umgelegt, erhält man viel Stauraum. Man kann aber auch einen Schlafraum daraus machen, wenn man eine Matratze darauflegt.
14 Tage im Opel Zafira zu schlafen ist wahrscheinlich nicht erstrebenswert. Aber um sich auf langen Fahrten bei einer Raststation für ein paar Stunden aufs Ohr zu hauen, dafür ist der Van perfekt. Und die abgedunkelten Scheiben, die schützen vor neugierigen Blicken.
Pony on board?
Nimmt man die Sitze raus, erhält man enorm viel Stauraum. Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen mit Stroh ausgelegten Fahrzeugboden und darauf ein Pony. Abgesehen davon, dass es tatsächlich Platz hätte, macht das Stroh natürlich eine ziemliche Sauerei. Auf der anderen Seite fände ich es lustig, wenn mir während der Fahrt ein Pony seinen warmen Atem in den Nacken haucht. Tja, jeder träumt von anderen Dingen. Gemacht ist der Opel Zafira für Familien und für Leute, die andere Leute chauffieren. Für Shuttledienste zum Beispiel.
Ich für meinen Teil hätte den Zafira in den „Taxijahren“ gut gebrauchen können, also in den Jahren, in denen ich meine Kinder fast täglich zum Sport oder zum Musikunterricht brachte. Mit dem Opel Zafira hätten sie sogar Harfe spielen können, man transportiert bei Bedarf gleich mehrere. In dieser Zeit wollten öfter andere Kinder mitfahren, zur Party, ins Schwimmbad oder einfach von der Schule nach Hause. Der Zafira macht’s möglich. Und wenn Oma und Opa mitkommen in den Urlaub, können alle gemeinsam fahren.
Der Opel Zafira ist in zwei Längen von 5 Metern und 5,30 Metern erhältlich. Fünf bis neun Personen finden komfortabel Platz. In der Breite ist er übrigens sogar schmaler als so mancher SUV, das kommt mir beim Parken sehr entgegen.
Moderne Sicherheitssysteme sorgen dafür, dass alle gut und sicher ans Ziel kommen. Frontkollisionswarner, adaptiver Tempomat, Spurhalte-Assistent und vieles mehr machen das Reisen zur reinsten Freude. Und wie sieht es mit dem Verbrauch aus? Als ich auf die Tankfüll-Anzeige sehe, springt mir die Reichweite ins Auge: 900 km steht da. Soweit wären wir nicht gekommen, aber der Zafira benötigt tatsächlich ungefähr 8 Liter und gehört damit zu den Sparsamen seiner Klasse.
Fazit: Der Opel Zafira 2.2 Turbodiesel ist zwar groß, aber wunderbar fein zu fahren, im Alltag mit Familie und für längere Fahrten und Reisen mit Sack und Pack ein echter Hit. Man kann ihn auch als Elektro-Version haben. Und der Preis? Abolut familientauglich.
Doris Martinz
Das Auto wurde uns zur
Verfügung gestellt von
Auto Sparer
6380 St. Johann in Tirol
Innsbrucker Straße 21
Tel. +43 5352 62385
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