Bernhard und Hannes erzählen von „ihrem“ Verein, dem SV Winkl – von unbeschwerten Tagen, miteinander reden, Gemeinschaft und Sport

30 Jahre lang stand Fritz Soder unermüdlich und voller Tatendrang dem Verein vor, heuer löste ihn Bernhard Rojacher als neuer Obmann ab. Seit 28 Jahren ist der St.Johanner Mitglied des Ausschusses, an ein Leben ohne den Verein kann sich der 48jährige fast nicht erinnern.
„Als Kinder sind wir mit dem Rad hingefahren, haben einfach gekickt und Spaß gehabt, das war früher ganz normal. Das Zusammenkommen und Organisieren hat lustigerweise auch ohne Handy sehr gut funktio­niert“. „Und es war „gfiarig“ für uns, keiner hätte mich damals irgendwohin gefahren zum Fußballspielen“, so Bernhard. Normal war auch, dass man Freunde mitbrachte: Bernhard brachte Hannes Rothmüller mit, mittlerweile ebenfalls „schon ewig“ Mitglied und 18 Jahre lang Schriftführer des SV Winkl. „Wir waren einfach immer eine nette Gruppe“, bestätigt Hannes.
„Fußball gespielt wird heute immer noch, aber für Hobbymannschaften sind die Zeiten leider sehr schwierig geworden, jeder der gerne „kickt“, ist bei uns herzlich willkommen“ fügt Bernhard hinzu.

Unser Sportplatz – unser Verein

„Gfiarig“, weil nah und leicht erreichbar, ist der Verein mit seiner tollen Anlage heute noch – für Groß und Klein und für alle Menschen in der Region. Man muss kein Winkler sein, um Mitglied beim SV Winkl zu sein oder werden …
Willkommen, sind auch junge Familien, die ihre Kinder dazu ermutigen wollen, sich zu bewegen und Freundschaften zu schließen. „Wir haben den Platz, wir haben die Anlage, das können unsere Mitglieder alles nutzen!“, so Hannes. Zur Anlage gehören der tipptopp gepflegte Fußballplatz und das Vereinshaus, das über eine tolle Bar und Sitzplätze für bis zu 100 Gäste verfügt. Die rund 100 Vereinsmitglieder nützen sie gerne für Geburtstagsfeiern und andere Festlichkeiten, auch andere Vereine kommen immer wieder gerne hierher.

Jährlicher Jahrescup

Der SV Winkl – das ist Gemeinschaft, Geselligkeit, Spaß und gute Laune. Und natürlich Sport. Wer will, spielt Fußball. Aber auch die, die nicht Fußball spielen, kommen auf ihre Kosten. Legendär ist der Jahrescup, der sich über das ganze Jahr zieht und sechs verschiedene Bewerbe umfasst. Bogenschießen, Plattenwerfen, Kegeln, Eisstockschießen und vieles mehr steht immer wieder auf dem Programm. Damen, Herren, Kinder, … alle sind mit Feuereifer dabei und freuen sich über die vielen Preise, die es zu holen gilt.

Woher der Name „Jaggas’n“ stammt

Gegründet wurde der SV Winkl im Jahr 1972. Ziel war es damals, mit dem neu gegründeten Verein „das sportliche Geschehen und die gesellschaftliche Zusammengehörigkeit im Ortsteil Winkl zu beleben“. Den Fußballbetrieb nahm man 1974 auf, 1980 wurde die heutige Sportstätte errichtet. Daneben gab es immer schon viele andere sportliche Aktivitäten wie Skifahren, Langlaufen oder Rodeln. Sogar eine eigene Theatergruppe führte der SV Winkl.
Übrigens stammt der Name des großen St. Johanner Vereinsfestes „Jaggas’n“ aus dem Winkl: Für die Namensgebung gab es damals einen Wettbewerb, den ein Mitglied gewann.

Winkler Maibaumfest

Noch heute ist der SV Winkl vielen Menschen in der Region ein Begriff. „Das ist dort, wo der Fußballplatz ist, gleich nach dem Eichenhof Lift.“ Auch das ebenfalls legendäre Maibaumfest kennt man. Vielleicht kennt es keiner so gut wie Bernhard: Er hat seine Frau Michaela beim Fest kennengelernt.
Viele seiner Freunde, die ihn heute noch durchs Leben begleiten, hat er ebenfalls im Verein getroffen. „Für mich ist der SV Winkl einer der wichtigsten Teile meines Lebens“, sagt er mit bewegter Stimme. Er verbinde mit dem Verein so viele schöne Dinge, man habe so viel gemeinsam gemacht, viel gelacht und manchmal auch zusammen geweint, das gehöre auch dazu, meint er. „Wenn es jemandem schlecht geht, dann ist man füreinander da. Aber natürlich überwiegen die schönen und lustigen Momente bei weitem.“
Hannes sieht den Verein auch als Lebensschule: „Man lernt, gemeinsam Probleme zu lösen, sich auf andere einzustellen, auch einmal andere Meinungen gelten zu lassen. Das alles kommt einem im Leben zugute.“ Er hat seine Frau zwar nicht beim SV Winkl kennengelernt, aber er hat Bianca den Verein gezeigt und mit dem „netten Haufen“, bei dem immer was los war, gepunktet.

Gemeinsam etwas erreichen

„Unter der langjährigen Führung von Obmann Fritz Soder haben wir gemeinsam viel geschafft, das Vereinslokal wurde umgebaut und die gesamte Anlage immer wieder erneuert“ so Hannes und Bernhard. Jetzt sei es an der Zeit, dass eine neue Genera­tion komme und ihr Werk fortführt und weiterentwickelt: „Das gemeinsame Anpacken und das Feiern danach macht einfach Spaß. Wenn man etwas geschafft hat, ist es immer schön. Aber wenn man etwas gemeinsam erreicht, ist das Gefühl noch viel besser“, weiß Bernhard.
Für Neuigkeiten ist man im SV Winkl immer zu haben: Seit drei Jahren veranstaltet man beispielsweise ein Fifa-Fußballturnier, bei dem sich Controller-Freaks auf Bildschirm oder Leinwand messen. Anschaffungen für Tischfußball und Tischtennis sind fix geplant – genauso wie regelmäßige Spieleabende.
Natürlich ist aber noch viel mehr möglich, die Vereinsmitglieder selbst bestimmen, wohin die „Reise“ geht. Sie können gemeinsam gestalten, formen, etwas bewirken. Sie können sich treffen, gemeinsam spielen und sporteln und feiern. Und sich vielleicht irgendwann genauso mit dem Verein identifizieren wie Bernhard und Hannes. Was das bringt? Das Gefühl der Zugehörigkeit und Kameradschaft. Also genau das, was viele von uns heute vermissen …
Doris Martinz

 

Traditionelles Maibaumfest
Do., 30. April 2026
ab 18.30 Uhr

• Festzeltstimmung ab 20 Uhr mit den Danzl-Mandern
• berühmte Winkler Hendl und sonstige Leckereien zu günstigen Preisen
• ab 23 Uhr Partytime im Zelt