Festliche Fanfaren und strahlende Augen: mit einem glanzvollen Abend ging es ins Jahr 2026.

Festliches Ambiente­ im Foyer der Tourismus­schulen, aufgeräumte­ Stimmung bei den Gästen:­ Nach der Auftakt­verans­taltung 2024 lud die Gemeinde St. Johann heuer­ im Jänner zum zweiten Mal zum Neujahrsempfang mit Ehrungen für verdiente Ge­meindebürger:innen.
Bürgermeister Stefan Seiwald eröffnete den Abend mit Dankesworten an alle, die die Entwicklung der Gemeinde durch ihren persönlichen Einsatz mittragen – sei es in den über 100 Vereinen, in den Einsatzorganisationen, im Gemeinderat oder in den Institutionen. „Diese Menschen wirken meist im Hintergrund, doch sie sind das Rückgrat unserer Gemeinschaft“, drückte es Seiwald aus. Im Rückblick auf das Jahr 2025 fasste er die großen Projekte zusammen, die im vergangenen Jahr in Angriff genommen beziehungsweise weitergeführt wurden und 2026 maßgeblich mitbestimmen werden: Das Haus der Generationen, das neue Koasastadion, der Masterplan, die „Löwengrube“ und einige mehr. Der Ortschef zeigte sich zuversichtlich, dass man die Herausforderungen und Aufgaben im heurigen Jahr gut bewältigen werde. „Es wird nicht leicht, aber wir wissen, wo wir stehen, und wo wir hinwollen.“
Seiwald hob die gute Zusammenarbeit des gesamten Gemeinderats hervor, dem es in erster Linie immer um das Wohl der Marktgemeinde gehe. „So bleibt St. Johann der lebens- und liebenswerteste Ort in Westeuropa“, schloss der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern. Es folgten die Ehrungen.

Freude und Überraschung

Im Herbst 2025 hatte der Gemeinderat einstimmig die Ehrung fünf ausgewählter Gemeindebürger:innen beschlossen. So erhielt Rudolf Kisch das Sport-Ehrenzeichen der Gemeinde, Armin Rainer durfte das Kultur-Ehrenzeichen in Empfang nehmen. Mit dem goldenen Ehrenzeichen der Gemeinde wurden Renata Nill-Kammerlander, Renate Magerle und Christine Schneider ausgezeichnet.
Es folgte ein weiterer Höhepunkt des Abends: die Verleihung des St. Johanner Kulturpreises „Saxifraga“. Der Empfänger war im Vorfeld nicht bekanntgegeben worden. Als man Hans Oberlechner auf die Bühne bat, war die Überraschung deshalb groß – zumindest beim Preisträger, der sich sichtlich bewegt zeigte, auch ob des Applauses und Jubels der Festgäste. Die Auszeichnung kommt mehr als verdient: Über 30 Jahre lang hat Hans Oberlechner als Geschäftsführer des Vereins „Musik Kultur St. Johann“ (Muku) in der Alten Gerberei die kulturelle Landschaft der Gemeinde maßgeblich mitgestaltet, er hat starre Strukturen aufgebrochen und Ideen und Visionen gesät.
Eine weitere Überraschung des Abends war der Auftanz der Kindergruppe des Trachtenvereins Edelraute. Die beeindruckende Zahl der jungen Akteure zeigt, wie hoch in der Gemeinde Traditionen gehalten werden.

Der Abend klang bei Köstlichkeiten – zubereitet und serviert von den Schüler:innen der Tourismusschulen am Wilden Kaiser – sowie den Klängen der Band „Two and a half“ aus. Um 22 Uhr war Schluss – die Schüler:innen mussten ins Bett … 😉

Doris Martinz